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Was uns Comenius zu sagen hat

Also ist nach Absicht des Schöpfers die Welt nichts anderes als ein Vorspiel der Ewigkeit, d.h. eine untergeordnete Schule, in die wir geschickt werden, bevor wir in die himmlische Akademie aufrücken. Daher stattete Gott seine Schule in überreichem Maß auch mit seinen Büchern aus. ...

 

9. Er gab uns drei solche Bücher; sie sind allesamt Aufzeichnungen seiner Ewigkeit, d.h. seiner selbst bzw. seines Urbildes. Sie künden von seiner Erhabenheit, seiner Macht, seiner Weisheit und Güte, dazu noch von seinem Willen: von dem, was er durch uns geschehen lassen möchte, und davon, welches Geschick er über uns verhängt hat, die wir das von ihm Gewollte ausführen beziehungsweise nicht ausführen.

 

10. Das erste und größte Gottes-Buch ist die sichtbare Welt; sie ist beschrieben mit so vielen Buchstaben, wie es in ihr Geschöpfe Gottes zu sehen gibt.

 

11. Das zweite Buch ist der Mensch selbst, der nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist. Ihm wurde ein Hauch des göttlichen Lebens gegeben; dies ist die vernünftige Seele als Maß aller Dinge. ...

 

12. Doch gab ihm Gott auch noch ein drittes Buch in die Hand; es ist gleichsam ein Kommentar zum äußerlichen Buch der Welt, für das innerliche Buch des Gewissens jedoch ein Leitfaden: die heilige Schrift ...

 

13. In diesem dreifachen Gottes-Buch ist alles, was wir Menschen unbedingt wissen müssen oder nicht wissen sollen, zusammengefasst und klar, zum Nutzen aller, dargelegt.

 

 

 

Der Weg des Lichts. Via lucis, hg. von U. Voigt, Hamburg: Meiner 1997, 23ff.

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Sa, 31. Oktober 2026

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