News-Ticker

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Mit Comenius durch die Woche

Denn was befindet sich bei uns und dem Unsrigen eigentlich in Ordnung …? Nichts, gar
nichts. Alles stürzt ein und liegt in wildem Durcheinander.
Anstelle der Verständigkeit (intelligentia), in der wir den Engeln gleich sein sollten, herrscht
eine Dummheit, dass die Leute in den wichtigsten Dingen unwissend sind wie das liebe Vieh.
Anstelle der klugen Vorsorge (prudentia), mit der wir uns unserer Bestimmung gemäß für das
ewige Leben bereit machen sollten, herrscht eine solche Unbekümmertheit nicht nur in Fragen
des ewigen, sondern auch in denen des zeitlichen Lebens, dass die meisten Menschen sich den
irdischen und vergänglichen Dingen und schließlich dem sicheren Tode hingeben.
Anstelle der himmlischen Weisheit (sapientia), durch die es uns vergönnt war, das höchste
Gut zu erkennen, zu verehren, sich an ihm zu erquicken, treten schmähliche Abkehr von
jenem Gott und törichte Erbitterung gegen die heilige Allmacht dessen, in dem wir doch leben,
weben und sind.
Wenn es für das verderbte Menschengeschlecht eine Heilung gibt, dann
liegt sie vor allem in einer vorsichtigen und sorgfältigen Erziehung der Jugend, wie zur
Erneuerung eines Gartens neue Sträucher gepflanzt werden müssen. 

Didactica Magna, Einleitung, 11, 19.

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Veröffentlichung

Fr, 13. Februar 2026

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