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Was uns Comenius zu sagen hat

Die Welt und wer unstet darin umherirrt, lässt sich nur von einem leeren Wahn beherrschen;
der eine richtet sich in seinem Tun und Treiben nach dem andern und alle tappen wie die
Blinden im Finstern, indem sie bald hier und bald dort anstoßen und hängen bleiben.
Dem wahren Christen aber leuchtet ein zwiefaches inneres Licht, das Licht des Glaubens und
das der Vernunft, beide entzündet vom heiligen Geiste.
Zwar müssen sie beim Eintritt in die unsichtbare Kirche der Vernunft entsagen; doch gibt der
heilige Geist ihnen dieselbe geläutert und geklärt zurück, so dass sie sehen, als ob siehundert
Augen hätten; wo immer sie auch wandeln, was immer sie auch um sich, über sich und in sich
sehen, hören, riechen, schmecken mögen, in allem sehen sie den Finger Gottes und wissen
alles auf das beste zu Gottes Ehre anzuwenden. So sind sie weiser als die Weisen dieser Welt.


Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens (1623; Amsterdam 1663), Diederichs: Jena 1908, Kap. 42,
Abs.1f.

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Veröffentlichung

Mo, 29. Juni 2026

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