Darum, liebe Eltern, seid vernünftig, wehret euren Kindern die Arznei, ehe es vonnöten ist,
wie Gift; wie auch daneben hitzige und gepfefferte Speis und Trank, als da sein sehr gewürzte
und gesalzene Speisen, Wein, Branntwein etc. Wer mit solchen Dingen seine Kinder speiset
und trinket, der macht’s eben wie ein unvorsichtiger Gärtner, welcher aus Begierde, dass sein
Baum geschwinde wachse und blühe, ihm auf die Wurzel Kalk schüttet, damit die Wurzel
desto eher erwärmet.
Informatorium der Mutterschul, hrsg. von Joachim Heubach, Heidelberg 1962, Kap. V 15, S. 36.