Was uns Comenius zu sagen hat
Wenn es keine Bücher gäbe, wären wir alle völlig roh und ungebildet, denn wir besäßen keinerlei Kenntnisse über das Vergangene,
keine von göttlichen oder menschlichen Dingen. Selbst wenn wir irgendein Wissen hätten, so gliche es den Sagen,
die durch die fließende Unbeständigkeit mündlicher Überlieferung tausendmal verändert wurden. Welch göttliches Geschenk sind
also die Bücher für den Menschengeist! Kein größeres könnte man sich für ein Leben des Gedächtnisses und des Urteils wünschen.
Sie nicht lieben heißt die Weisheit nicht lieben. Die Weisheit aber nicht lieben bedeutet, ein Dummkopf zu sein.
Das ist eine Beleidigung für den göttlichen Schöpfer, welcher will, dass wir sein Abbild werden.
J. A. Comenius: Über den rechten Umgang mit Büchern, den Hauptwerkzeugen der Bildung. 1650
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