Was uns Comenius zu sagen hat

Jenen (Christen) hat Gott wahrlich das Herz von Stein genommen und ihnen dafür ein Herz
von Fleisch und Blut gegeben, das sich geschmeidig seinem Willen unterwirft. Wiewohl der
Teufel mit seinen Anfechtungen, die Welt mit ihrem Ärgernis, das Fleisch mit seiner
angeborenen Schwäche ihnen viel zu schaffen macht, so überwinden sie doch siegreich alle
Hindernisse und über fröhlich ihre Pflicht, indem sie mit der Waffe des Gebetes den Teufel n
die Flucht jagen, der Welt den unerschütterlichen Schild des Glaubens entgegenhalten und
den Leib mit der Geißel der Zucht zum Gehorsam zwingen. Der ihnen innewohnende Geist
Christi verleiht ihnen die Kraft hiezu, damit es ihnen weder an dem guten Willen noch … an
dem Vollbringen fehle. So fand ich hier in Wahrheit, dass Gott mit ganzem Herzen dienen
keine Mühe, sondern eitel Lust sei.

Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens (1623), Jena 1908, Kap. 45, S. 281.

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Mo, 24. August 2026

Weitere Meldungen

Was uns Comenius zu sagen hat

DER WEG DES LICHTES   Teils schon ausfindig gemacht, teils noch ausfindig zu machen   d. h.   ...

Mit Comenius durch die Woche

Denn was befindet sich bei uns und dem Unsrigen eigentlich in Ordnung …? Nichts, gar nichts. ...